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Lara ist Berliner Meisterin!

Am 7.12.19 fand die Berliner Meisterschaft der Jugend 15 statt. Wir schickten alle unsere Mädels ins Rennen. Marika sollte erste Wettkampferfahrungen sammeln, Sinja sollte zeigen, dass sie sich spielerisch weiterentwickelt hat, und für Lara – das haben wir ihr aus gutem Grund vorenthalten – ging es um die Qualifikation zur Norddeutschen Einzelmeisterschaft, wozu der Einzug ins BEM-Finale nötig war.

Marika hatte mit Stolyar (Füchse) und Färber (Köpenick) zwei Titelanwärterinnen in der Gruppe und war in diesen Spielen entsprechend chancenlos. Allerdings zeigte das Training Wirkung. Marika erwies sich als durchaus spielfähig und es gelangen ihr auch schon erfolgreiche Spielzüge. In ihrem letzten Spiel gegen Peukert (Friedrichsfelde) stand sie sogar kurz vor einem Sieg. Nach drei vergebenen Matchbällen musste sie sich in der Verlängerung des fünften Satzes geschlagen geben. Dadurch, dass die Gegnerin regelwidrig zwei Auszeiten nahm und einen Kantentreffer von Marika abzählte, schmeckte diese Niederlage noch etwas bitterer. Dennoch kann Marika mit sich zufrieden sein. Spielerisch war sie phasenweise sogar besser als im Training und bei ihrer Einstellung und ihrem Fleiß wird sie bald deutliche Fortschritte erzielen. Ein Dankeschön geht noch an Marius – dafür, dass er seine Schwester bei allen Spielen betreut hat.

Sinja hatte gleich zu Beginn etwas Pech. Nach 4:2 im vierten Satz – bei einer 2:1 Satzführung gegen Üstüntas (SCC) – wurden alle Spiele annulliert, da es Fehler bei der Auslosung gab. In der gültigen Auslosung traf Sinja wieder auf Üstüntas, verlor aber 1:3. Dafür gelang ihr fast eine Sensation gegen die an 1 gesetzte Tekin (Füchse), welche erst im fünften Satz gegen Sinja gewann. Mit dem Sieg gegen Firat (Neukölln) landete Sinja am Ende auf Platz 3 und verpasste damit die Endrunde. Zwar fehlt es immer noch an Sicherheit und Ruhe in Sinjas Spiel, aber immer wieder gibt es Schläge und Ballwechsel von gesteigerter Qualität zu sehen. An deren Stabilität müssen wir weiterarbeiten. Ines, die Sinja dankenswerter Weise betreut hatte, äußerte sich sehr lobend über Sinjas Einsatz und das Umsetzen der Coachinghinweise.

Im Doppel, gespielt vor den Einzeln, verloren Sinja/Marika erwartungsgemäß gegen Hertin/Färber. Lara spielte zusammen mit Clara Paulsen (TusLi). Nach dem Auftaktsieg gegen Üstüntas/Firat schlugen sie nach tollem Kampf das an 2 gesetzte Doppel Hertin/Färber im fünften Satz und hatten damit Silber sicher. Im Finale unterlagen sie 0:3 gegen Stolyar/Tekin.

Lara war im Doppel noch sehr unsicher, machte viele leichte Fehler, so dass vor den Einzeln etwas Sorge aufkam. Unbegründet, wie sich zum Glück herausstellte. Vor allem die mentale Verfassung, an der wir genauso arbeiten wie an allem anderen, war diesmal so stabil wie noch nie. Von wenigen Momenten der Verunsicherung und negativen Körpersprache abgesehen, war Lara vom ersten bis zum letzten Spiel hochkonzentriert, gefühlsmäßig ruhig und körperlich angespannt. Das versetzte sie in die Lage, einerseits ihre gewohnten Stärken einzusetzen (RH-Pressing und VH-Schuss), andererseits konnte sie dadurch auch neue Trainingsinhalte umsetzen (VH-Rückschlag und Passivspiel). Das war beeindruckend und so nicht zu erwarten. Am Ende marschierte Lara verlustsatzfrei zum Titel. Selbst gegen ihre Angstgegnerin Hertin, der sie bislang immer im fünften Satz unterlegen gewesen war, gelang ihr im Halbfinale ein 3:0. Ob dies auch der Fall gewesen wäre, wenn sie gewusst hätte, dass es um die Qualifikation zur Norddeutschen Einzelmeisterschaft ging, sei dahingestellt. So haben nur wir – Wieners, Ines und ich – gezittert und gebetet, während Lara im Fokus blieb, bei der ersten Gelegenheit Druck machte, aber auch Angriffe abwehrte und ruhig, aber giftig weiterspielte, wenn sie zurücklag. Im Finale beherrschte sie ihre Gegnerin (Färber) noch stärker und krönte ihr sensationelles ersten Wettkampfjahr hochverdient mit dem ersten großen Titel: Berliner Meisterin! Herzlichen Glückwunsch.

Es freut mich besonders, dass Lara sich mit diesem Erfolg selbst belohnt hat, denn er ist das Ergebnis harter Arbeit. Lara hat eine absolut vorbildliche Trainingsmoral. Mit maximaler Konzentration und Anstrengungsbereitschaft schwächt sie beharrlich ihre Schwächen und stärkt ihre Stärken. Sie ist ein Glücksfall und Vorbild für die ganze Gruppe. Lara, ich bin stolz auf dich!

Jetzt ist es an uns, ihr und den anderen Kindern bestmögliche Bedingungen für die weitere Entwicklung zu bieten.

(Das Titelfoto stammt von Sebastian Bosse.)

One Response to Lara ist Berliner Meisterin!

  1. Oliver Makowski 17. Dezember 2019 at 00:29 #

    Ist ja supercool!!

    Meine Glückwünsche für Lara, die auch der 7.Mannschaft schon den 1 oder anderen Punkt

    verschaft hat.

    und weiter so

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